Winterfeier 2012

Im Unterhaltungsprogramm war „für jeden Ebbes” dabei

Bilder finden Sie hier.

Der Männergesangverein 1902 e.V. hatte am vergangenen Samstag zu seiner Win-terfeier eingeladen. Nach dem gesanglichen Auftakt durch den Frauenchor „Chory Feen” mit dem Paul Anka-Klassiker „Diana” begrüßte der 1. Vorsitzende Berthold Schuppel die zahlreichen Besucher und Ehrengäste in der Mannherz-Halle. Danach konnte er drei Sängerinnen, Evelin Kühnle, Helga Göttel sowie Elisabeth Böhnke zur 10-jährigen Mitgliedschaft im Frauenchor beglückwünschen. Mit den beiden Ge-sangsvorträgen „Musik erfüllt das Leben” sowie dem flotten Titelstück aus der Fern-sehserie „Die Flintstones” boten die „Chory Feen” unter der Leitung von Dirigent Dirk Schneider gekonnten Chorgesang und beendeten damit den ersten Teil des Eh-rungsabends unter großem Beifall des Publikums.
Der Männerchor intonierte anschließend das schöne alte Volkslied vom „Elternhaus” und umrahmte damit die Ehrungen der langjährigen aktiven und passiven Mitglieder. So wurde Eric Gold für 40 Jahre aktives Singen geehrt und erhielt dafür den MGV-Ehrenteller. Drei passive Mitglieder des Vereins, Frau Maria Sparrer, Wolfgang Hoff-mann und Rolf Bickle wurden für 50-jährige Mitgliedschaft mit dem MGV Ehrenteller und der Ernennung zu Ehrenmitgliedern ausgezeichnet. Über einen Präsentkorb durften sich für 60 Jahre passives Engagement Frau Berta Zacheus, Ernst Müller sowie Theodor Fröschlin freuen. Ein besonderer Höhepunkt in diesem Jahr war die Ehrung für 70 Jahre passive Ver-eins-Mitgliedschaft: Den Eheleuten Alice und Wilhelm Kief sowie Josef Krämer wurde diese besondere Auszeichnung zuteil. Sie erhielten hierfür jeweils einen Präsentkorb.

Stellvertretend für den Sängerkreis nahm Reinhard Bertram die Ehrungen des akti-ven Sängers Werner Hoffmann vor, der für 60 Jahre aktive Mitgliedschaft vom Deut-schen Chorverband mit der Silchermedaille ausgezeichnet wurde. Gesanglich abge-rundet wurden die Ehrungen anschließend durch zwei Vorträge des Männerchors: Das flott vorgetragene Weinlied ”Auf euer Wohl” und der bekannte Evergreen „Das ist die Liebe der Matrosen”, wobei letzteres Stück bereits Appetit machte auf das im Oktober geplante Konzert, bei dem u. a. auch zahlreiche beschwingte Melodien aus Filmen und Musicals zu hören sein werden.

Zum Abschluss des Ehrungsteils erfreuten beide Chöre das Publikum mit den unter Leitung von Dirigent Schneider gemischt vorgetragenen Liedern „In vino veritas” und dem rhythmischen „Halleluja, um die Welt geht unser Lied”.

Nach einer kleinen Pause öffnete sich dann der Bühnenvorhang für den ersten Bei-trag des Unterhaltungsprogramms, das — mit einer Ausnahme — ausschließlich von vereins-eigenen Kräften gestaltet wurde. Das Motto des Unterhaltsteils war bezeich-nend für das nun folgende, abwechslungsreiche Programm: Denn dem Publikum wurde „für jeden Ebbes” Passendes geboten.

Den Anfang machten Birgit und Margret Schuppel, Vera Strittmatter sowie Peter Geng, die in einem kleinen Sketch allesamt darstellerisch zu überzeugen wussten. Der männliche Chauvinismus wurde hierbei zur Freude der Zuschauer sehr prägnant auf die Schippe genommen und von den weiblichen Protagonisten mit List ausge-trickst. Für diesen vergnüglichen Beitrag erhielten die vier Schauspieler verdienter-maßen viel Gelächter und Applaus.

Anschließend führten die Damen der MGV-Tanzgruppe flott und elegant zur Musik des Fats Domino-Titels „I´m walking” vor, wie ein richtiges „Power-Team” auftritt. Die Ein-studierung und Choreographie dieses schwungvoll dargebotenen Tanzvortrags hatte Gaby Feth-Biedermann übernommen.

Das MGV-Quartett hatte sich diesmal des bekannten Silcher-Volksliedes von der „Untreue” angenommen und dessen Handlung und Text als „Untreue 2011” etwas aktualisiert. Mit dieser gestenreich untermalten Neu-Fassung und ihrem vierstimmi-gen, harmonisch wunderbar ausbalancierten Gesang konnten die vier MGV-Sänger voll überzeugen und ernteten hierfür viel Beifall.

In bester Bänkelsänger-Manier nahmen danach die „Gaukler zu Wersau” (Vera Strittmatter, Gaby Feth-Biedermann und Friedrich Feth) zur Gitarren-Begleitung von Charly Weibel einige Ereignisse und Begebenheiten, die sich in letzter Zeit zugetra-gen hatten, ironisch auf die Schippe. Bei den von Friedrich Feth beigesteuerten Tex-ten zu dieser „Bänkelsänger-Moritat” konnte sich das Publikum über etliche satirisch-pointierte Details amüsieren.

Einen alten Louis-Armstrong-Klassiker präsentierte das gemischte Doppel-Sextett des MGV. In einem sehr anspruchsvollen, teilweise bis zu 6-stimmig gesetzten jazzigen Ar-rangement brachten die Mitwirkenden dieser MGV-Kleingruppe wunderbar gefühlvoll ihr „What a wonderful world” dar. Diese Interpretation hätte sicher auch dem unvergesse-nen Jazz-Trompeter gut gefallen — den Besuchern in der Mannherz-Halle tat es das jedenfalls. Sie würdigten diesen gelungenen Vortrag mit viel Applaus.

Zum Abschluss des Winterfeier-Unterhaltungsprogramms traten nochmals die 4 Her-ren des MGV-Quartetts ans Mikrofon und intonierten harmonisch-gekonnt und aus-drucksvoll einen wunderschönen Titel von Billy Joel: Dessen „Lullaby”, zu deutsch „Wiegenlied”, wurde von Berthold und Uwe Schuppel im 1. und 2. Tenor, Bernhard Spitzer im Bariton sowie Thomas Müller im Bass in einem 4-stimmigen Satz ein-drucksvoll und angemessen stilvoll dargeboten.

Einstudiert wurden die beiden Lieder des Quartetts — genau wie auch das „Wonderful World” des gemischten Doppel-Sextetts — von Thomas Müller, in dessen Händen auch dieses Jahr wieder die Gesamt-Zusammenstellung des Unterhaltungsprogramms lag. Als Moderator hatte wie immer Peter Geng souverän und mit launigen Worten durchs Programm geführt.

Mit dem Ende des abwechslungsreichen Unterhaltungsprogramms war der Abend in der Mannherz-Halle aber noch lange nicht zu Ende, denn es folgte noch die Verlo-sung der großen Tombola. Glücksfee Annika Müller und Moderator Peter Geng sorg-ten anschließend noch dafür, dass rund 30 wertvolle Sachpreise einen neuen Besit-zer fanden. Für Tanzmusik war ebenfalls gesorgt und die Bewirtung der Veranstal-tung erfolgte in bewährter Weise durch den SC08 Reilingen. So ging für viele Besu-cher eine gelungene Veranstaltung erst nach einigen weiteren vergnüglichen Stun-den beim MGV zu Ende.

01.02.2012

RS/TM

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